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Große Hochbaumaßnahmen

Der Bauboom in Greifswald reißt nicht ab. Zu den wichtigsten Projekten gehören derzeit der Neubau des Stadtarchivs an den Wurthen, der Ersatzneubau für die Gesamtschule Erwin Fischer oder die Sanierung der Ernst-Moritz-Arndt-Schule. Für weitere große Vorhaben wie beispielsweise das Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie, zwei Kita-Ersatzneubauten oder die Radstation am Bahnhof war bereits oder ist noch in diesem Jahr Baustart.

Übersicht über große Bauvorhaben

Neubau des Stadtarchivs

Der Neubau des Greifswalder Stadtarchivs gehört zu den wichtigsten Bauvorhaben der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Die Stadt hatte dafür einen europaweiten Planungswettbewerb ausgelobt. Insgesamt beteiligten sich 36 Büros mit einem Entwurf. Das Konzept des Dresdner Architekturbüros „Code Unique Architekten BDA Volker Giezek, Sieger dieses Wettbewerbs, wird nunmehr umgesetzt.

Baustart war 2017. Bedingt durch notwendige Neuausschreibungen einiger Bauleistungen kam es zu Verzögerungen beim Bauablauf. Die Gesamtkosten stiegen von ursprünglich geplanten 6 Millionen auf rund 8 Millionen Euro. Das Land unterstützt den Bau mit 3,67 Millionen Euro aus Städtebaufördermitteln.

Im Juni 2019 wurde Richtfest gefeiert. Die Fertigstellung ist nach derzeitigem Stand im Frühjahr 2020 geplant. Der Umzug des Stadtarchivs erfolgt etwas später, wenn die notwendigen raumklimatischen Bedingungen für das Archivgut erreicht sind.

Das Gebäude hat eine Grundfläche von rund 400 Quadratmetern. Es verfügt über vier Geschosse. Im Erdgeschoss ist ein großer Lesesaal untergebracht. Hier wird es zudem die Möglichkeit geben, über verschiebbare Wände eine größere Veranstaltungsfläche herzurichten. Auch das Standesamt erhält hier Räumlichkeiten für sein Archiv. In der 1. Etage ist die Verwaltung untergebracht, die 2. und 3. Etage sind den Magazinräumen vorbehalten. Das Gebäude wird über eine Wärmepumpenanlage betrieben. Dafür wurden etwa 10 Sonden fast 100 Meter tief ins Erdreich gepresst. Über sie wird die für den Heiz- und Kühlbetrieb benötigte Energie zur Verfügung gestellt. Eine Photovoltaikanlage sorgt zusätzlich für die  Stromerzeugung. Es ist geplant, das Gebäude nach dem BNB-Qualitätsstandard „Silber“ zu errichten.

Praesentation-Neubau-Stadtarchiv-September-2016-neu

Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie

Das Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie ist eines der anspruchsvollsten Bauvorhaben Greifswalds. Der neue Komplex soll im Innenhof zwischen dem BioTechnikum und dem INP mit einer vermietbaren Fläche von rund 5.500 Quadratmetern entstehen. Er wird damit in unmittelbarer Nähe zum Universitätscampus und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen errichtet. In dem neuen Zentrum werden die Branchen Bioökonomie und Plasmatechnologie erstmals vereint. Greifswald will damit seine Position als bedeutender Plasma- und Biotechnologiestandort weiter stärken. In dem Forschungs-, Dienstleistungs- und Gründerzentrum sollen etwa 240 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Vorhaben ist zugleich ein Leitprojekt im Masterplan Gesundheitswirtschaft von Mecklenburg-Vorpommern.

Ende Juni 2019 soll der Bau auf dem Innenhof des BioTechnikums starten. Zunächst werden die bauvorbereitenden Arbeiten ausgeführt, bevor im August die Tiefbauarbeiten beginnen. Nach jetzigem Stand wird mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme des Zentrums unter Regie der WITENO GmbH im 2. Quartal 2022 gerechnet.

Derzeit wird ein Projektumfang von rund 37,6 Millionen Euro prognostiziert. Dieser stimmt fast genau mit den Kosten von 37,7, Millionen Euro überein, die gegenwärtig im Haushalt der Stadt eingeplant sind. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit unterstützt das Bauvorhaben mit 16,5 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Das Ministerium hat in Aussicht gestellt, eine notwendige Erhöhung der Fördermittel mitzutragen.

Präsentation anlässlich des Baustarts (3.6.2019)

Ersatzneubau für die Erwin-Fischer-Schule

Europa-Flagge                                                                                                                                                

Dank der Zuwendung der Europäischen Union und des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann das derzeit größte Förderprojekt des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Bereich der integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung in Greifswald realisiert werden. Der Neubau der Integrierten Gesamtschule „Erwin Fischer“ ist das Modellprojekt für eine stadtteilintegrierende und inklusive Schule, das die soziale Inklusion und Armutsbekämpfung fördert. Die Gesamtkosten des Neubaus und der Gestaltung der Außenanlagen belaufen sich auf ca. 18,2 Mio. Euro. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern fördert das Vorhaben mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Umfang von 10,25 Mio. Euro. Der dreigeschossige Neubau soll zum Schuljahresbeginn 2019/20 fertiggestellt werden. Während der Neubau mit einer multifunktionalen Ausstattung entsteht, lernen die Jungen und Mädchen weiterhin im alten Schulgebäude. 

Zeitgleich mit dem Bau der neuen Schule wird bereits auch ein Teil der Außenanlagen fertiggestellt. Im 2. Bauabschnitt wird das Bestandsgebäude zurück gebaut. Bis zum April 2020 werden die Sport- und Außenanlagen neu gestaltet.

Praesentation Neubau Erwin-Fischer-Schule 20.6.2016 

Sanierung der Ernst-Moritz-Arndt-Schule

Das Gebäude der Regionalen Schule Ernst-Moritz-Arndt wird seit den Sommerferien 2017 für etwa zwei Jahre saniert. Als Ausweichmöglichkeit während der Bauarbeiten wurden zusätzliche Klassenräume in funktionellen Containern bereitgestellt.

Das 1932 errichtete Gebäude der Arndt-Schule ist stark sanierungsbedürftig und entspricht nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Schulbetrieb. Im Zuge der Sanierung sollen durch Umstrukturierungen und den Ausbau des Dachgeschosses das Raumangebot und die Funktionalität der Schule verbessert werden. Gleichzeitig werden der Brandschutz und die komplette Haustechnik auf den neuesten Stand gebracht. Auch die Gründung wird verbessert. Rampen an den Eingängen und ein Aufzug sorgen zukünftig für die Barrierefreiheit. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 6,6 Millionen Euro, davon werden 3,7 Millionen über Städtebaufördermittel finanziert.

1 Präsentation Sanierung Ernst-Moritz-Arndt-Schule 20.6.2016
2 Sanierung Ernst-Moritz-Arndt-Schule, Planungsstand September 2016

Radstation

 Europa-Flagge

 

Die Errichtung einer Radstation in der Nähe des Greifswalder Bahnhofs ist ein Leitprojekt des Radverkehrsplans 2010 der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Durch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Jahr 2014 sind zwar alle Abstellplätze dort geordnet und beleuchtet. Allerdings reichen die vorhandenen, teilweise überdachten Radabstellplätze nicht aus und bieten wenig Schutz gegen Vandalismus. Zum bisherigen Angebot im Bahnhofsumfeld werden daher weitere 136 witterungs- und diebstahlgeschützte Fahrrad-Stellplätze geschaffen. Das Bauwerk der Radstation soll eingeschossig in drei Modulen errichtet werden. In zwei Modulen sollen Doppelstock-Fahrradparker für jeweils 48 Fahrräder (insgesamt 96 Fahrräder) eingebaut werden. Gegebenenfalls können zusätzliche Stellflächen für Sonderräder (Liegeräder, Tandems, Lastenräder, Fahrradanhänger) innerhalb dieser Module vorgesehen werden. In einem dritten Modul sind 20 einzeln verschließbare Doppelstock-Fahrradboxen für insgesamt 40 Fahrräder vorgesehen.
Mit dem Vorhaben wird durch das sichere Abstellen der Fahrräder am Bahnhof die Verknüpfung zwischen den Verkehrsträgern Fahrrad, Bahn und Bus verbessert und somit der öffentliche Nahverkehr attraktiver gestaltet. Die Inbetriebnahme der Radstation ist für 2020 geplant.

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung fördert das Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von 245.509 Euro (Fördersatz 75 Prozent). Diese Mittel werden nach der Förderrichtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen und Maßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Präsentation zu den derzeit im Bau befindlichen Hochbauvorhaben

Hier gelangen Sie zu der aktuellen Präsentation:
Präsentation Hochbauvorhaben

 

 

 

 

 

 

Immobilienbericht 2018

Hier können Sie Einblick nehmen:

 

Immoblilienbericht 2018