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09.07.2019 – Lastenfahrräder bei Stadtverwaltung und Universität beliebt - Pflegedienste und Asta starten Einsatz

Lastenräder für Pflegedienste und Asta
Sechs unterschiedliche Lastenräder werden derzeit getestet, Foto: Pressestelle

Seit mittlerweile einem Jahr testen die Stadtverwaltung und die Universität Greifswald den Einsatz von Lastenrädern. Das umweltfreundliche Transportmittel hat sich bewährt beim Transport von Messtechnik durch das Rechenzentrum der Uni, von Bücherkisten der Stadtbibliothek oder Zählgeräten bei Verkehrszählungen, in den Kitas, bei der Baumpflege, bei der Verteilung von Veranstaltungsflyern, hausinterner Post und Akten – kurz, bei allem,  was auf kurzen Wegen schnell und sicher transportiert werden soll und in die fast 300 Liter fassende abschließbare, wasserdichte Box passt. Inzwischen wurden zwei Räder in den städtischen Fuhrpark übernommen und können durch die Mitarbeitenden gebucht werden. 

Auch andere Einrichtungen der Stadt finden mittlerweile Gefallen an den Lastenrädern. Die Pflegedienste der Johanna-Odebrecht-Stiftung und von Heinrich & Heinrich wollen den Einsatz testen. Auch der Asta übernimmt ein Lastenrad. Ihnen wurden die Räder am 9. Juli durch Bausenatorin Jeannette von Busse und Prof. Dr. em. Wilhelm Steingrube vom Institut für Geographie und Geologie übergeben. 

Noch für Ende des Sommers ist geplant, dass alle Greifswalderinnen und Greifswalder ähnlich wie beim Carsharing Lastenräder über eine Online-Plattform buchen können. Die drei Leihräder sollen höchstwahrscheinlich an der Greifswald-Information, an einem Supermarkt beim Südbahnhof und am Maritimen Jugenddorf in Wieck stehen.

Der Einsatz der Lastenräder ist Bestandteil eines wissenschaftlichen Projektes der Universität Greifswald. Der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie analysiert, in welchen Bereichen Lastenräder in mittelgroßen Städten wie Greifswald eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Transportlogistik sein können. Ziel ist es, den Autoverkehr und den Parkdruck in Städten zu senken, Straßen zu entlasten sowie Luftverschmutzung und Lärmemissionen zu reduzieren. Die Stadtverwaltung begleitet das Projekt als Pilot-Stadt. Die Untersuchung findet im Rahmen des EU-geförderten Projektes CoBiUM-Cargo bikes in urban mobility statt. Beteiligt sind drei weitere Städte des südlichen Ostseeraums, Växjö in Schweden, Gdynia und Słupsk in Polen. Partner des Projektes CoBiUM sind neben den drei Städten und der Universität Greifswald noch die Energieagentur Energy Agency for Southeast Sweden und der Danish Cycling Tourism. Insgesamt stehen für die Förderlaufzeit von drei Jahren rund 1,5 Millionen Euro aus dem Programm Interreg South Baltic zur Verfügung.