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21.10.2019 – Sanierung der Martin-Luther-Straße beendet

Freigabe Martin-Luther-Straße
v.l.n.r. Gunnar Lemke (Stadtwerke Greifswald GmbH), Frank Raddatz (TVS - Tief- und Verkehrsbau Stralsund GmbH), Harald Kniephoff (MVL – Müller Verkehrsleiteinrichtungen GmbH), geben die Martin-Luther-Straße frei. Foto: Pressestelle

Ein weiteres großes Straßenbauprojekt in der Innenstadt ist abgeschlossen: Nach zwei Jahren Bauzeit wurde heute Mittag die Martin-Luther-Straße freigegeben. Zwischen der Bahnhofstraße und der Domstraße war die Fahrbahn auf einer Länge von rund 230 Meters durch die Firma Tief- und Verkehrsbau Stralsund GmbH grundhaft ausgebaut und die Gehwege neu gepflastert worden. Die Stadtwerke erneuerten ihr Leitungssystem. Zehn neue LED-Leuchten erhellen künftig die Straße. In der Nähe der Volkshochschule wurden 25 Fahrradbügel aufgestellt. Die 20 bestehenden Bäume erhielten neue Baumscheiben mit Bodendeckern und zum Schutz teilweise neue Rabattengeländer. Eine Fahrbahnseite kann ab sofort wieder für das Bewohnerparken genutzt werden.

Als besonders schwierig erwies sich die Instandsetzung der historischen Brücke über den Stadtgraben. Diese Arbeiten sind immer noch nicht abgeschlossen. Hier hatte sich erst nach Öffnung des Bauwerks gezeigt, dass sich die Konstruktion und die Maße im Inneren anders gestalteten als in den Bestandsunterlagen aufgeführt. Insofern musste die Planung noch einmal überarbeitet werden. Außerdem musste die Leitung für die Fernwärme, die direkt vor einer Stützwand lag, verlegt werden. Bauarbeiten waren daher immer nur wechselseitig möglich. Aufgrund dieser baulichen Herausforderungen verzögerte sich die Fertigstellung der Straße etwa um ein halbes Jahr.

Für die Sanierung der Brücke wurde das Gewölbe neu abgedichtet und mit einem Schutzbeton versehen. Die Seitenwände erhielten von innen eine Verstärkung durch eine Betonstützwand, auf die dann die Brüstung gemauert wurde. Voraussichtlich Anfang November wird die Sandsteinabdeckung für die beiden Stützmauern geliefert. Dann wird auch das historische Geländer, das durch die Greifswalder Firma Grimm aufgearbeitet wird, wieder montiert. Vier historisch nachgebildete Leuchten komplettieren die Brücke. Bis diese Arbeiten abgeschlossen sind, bleibt die Brüstung der Brücke weiter abgesperrt.

Die veranschlagten Bau- und Baunebenkosten lagen ursprünglich bei insgesamt 1,375 Millionen Euro, die Stadt geht allerdings davon aus, dass diese aufgrund der höheren Anforderungen bei der Brückensanierung in der Endabrechnung etwas höher ausfallen. Insgesamt 1,12 Millionen Euro werden aus Städtebaufördermitteln im Sanierungsgebiet „Innenstadt und Fleischervorstadt" finanziert.