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Tag der Städtebauförderung


Am 8. Mai 2021 findet der bundesweit sechste Tag der Städtebauförderung statt. Jüngste Beispiele erfolgreicher Förderpolitik von Stadt, Land und Bund in Greifswald sind das neu errichtete Stadtarchiv, der Neubau der Kindertageseinrichtung „Tausend Farben“ sowie die abgeschlossene Sanierung der Regionalen Schule Ernst-Moritz-Arndt einschließlich der Außenanlagen. Unter den gegebenen Pandemiebedingungen können in diesem Jahr keine Präsenzveranstaltungen stattfinden. Stattdessen werden digitale Formate angeboten.

„Gerade in Greifswald kann man in wundervoller Weise sehen, was Städtebauförderung ausmacht.“, sagte der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei einer Besichtigung des Stadtarchivs. „In Greifswald wurden seit Anfang der 90er Jahre knapp 160 Millionen Euro ausgegeben. Es gibt nahezu keinen Stadtteil, kein großes Projekt, bei dem Städtebauförderung von Bund, Land und Kommune keine Rolle spielt. Eines der wirklich schönsten Projekte der vergangenen Jahre ist mit Sicherheit das Stadtarchiv, das technisch perfektioniert am Ryck seine Heimstatt gefunden hat.“

Das Greifswalder Stadtarchiv

Gedächtnis der Stadt und wertvolles Kulturgut

Die Bauarbeiten für das neue Stadtarchiv in der Straße An den Wurthen konnten im Sommer 2020 abgeschlossen werden. Nachdem die notwendigen raumklimatischen Bedingungen erreicht waren, begann im November der inzwischen abgeschlossene Umzug der Archivalien in mehreren Etappen. Besucher und Mitarbeiter können sich auf ein modernes und nachhaltig gebautes Gebäude freuen, das ebenso Möglichkeiten für Veranstaltungen bietet. Die Eröffnung des neuen Stadtarchivs für die Nutzerinnen und Nutzer wird erst im Sommer erfolgen, wenn die Corona-Inzidenz dies zulässt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 8 Millionen Euro. Das Land unterstützt den Bau mit 3,67 Millionen Euro aus Städtebaufördermitteln.

Ein Blick hinter die Kulissen

Gespräch mit Martin Hiller und der STRAZE

Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble aus dem 19. Jahrhundert in der Stralsunder Straße 10/11 wurde durch den Verein STRAZE und zahlreiche Helfer mit viel Engagement saniert. Unter Einbeziehung der Kultur- und Kreativwirtschaft haben sie ein Zentrum für Kultur, Bildung und demokratische Teilhabe geschaffen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 5,1 Millionen Euro. Das Bundesbauministerium fördert das Bauvorhaben mit 600.000 Euro. Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald gibt weitere 300.000 als Eigenanteil dazu. Im Bundeswettbewerb Nationale Projekte des Städtebaus wurde Greifswald im Jahr 2017 mit diesem Vorhaben als Premiumprojekt des Städtebaus ausgezeichnet.

Zum diesjährigen Tag der Städtebauförderung zeigt der Greifswalder Avantgarde-Musik-Künstler Martin Hiller einen dokumentarischen Blick hinter die Kulissen der geschlossenen STRAZE während des Corona-Lockdowns. Der Künstler erzählt mehr zu seiner experimentellen Klangarbeit und zeigt im Anschluss einen längeren Mitschnitt der Installation "Pompons" für sechs Gitarren.